Bislang haben wir in unseren Programmen immer nur Zeichen ausgegeben die wir vorher im Quellcode festgelegt haben. Das ist zwar für die ersten paar Versuche ganz nett aber auf Dauer doch etwas langweilig. Deshalb schreiben wir heute ein Programm das Eingaben vom Benutzer anfordert, damit etwas macht und dann ein Ergebnis ausgibt. Aber bevor wir damit anfangen können müssen wir erst noch ein paar Grundbegriffe lernen.

1. Variablen

Variablen sind im Grunde Speicherplätze für verschiedene Arten von Daten. Wir können uns Variablen als Schubladen in einem Schrank vorstellen. An der einen Schublade ist ein Schild  “Werkzeug” also legen wir da auch nur Werkzeug rein. Die nächste ist für “Fahradflickzeug” also tun wir da auch das rein und so weiter und so weiter. Beim Computer ist der Arbeitsspeicher der Schrank und die “Schubladen” müssen wir erst erzeugen und beschriften. Es gibt verschiedene Typen von Variablen. Da wären zum Beispiel der Integer Typ (int) der nimmt nur ganze Zahlen ohne Nachkommastellen auf. Dann gibts den floating point (Fließkomma) Typ (float) der nimmt auch Zahlen mit Nachkommastellen auf. Dann hätten wir da noch den character Typ (char) der nimmt alle ASCII-Zeichen also Buchstaben, Sonderzeichen, Zahlen auf. Durch das Aneinandereihen von chars erhalten wir strings (Zeichenketten).

2. Der Befehl scanf()

scanf() ist das Gegenstück zu printf() und ist auch von der Schreibweise (syntax) her sehr ähnlich. Mit scanf() werten Daten über die Tastatur eingelesen und einer Variablen zugewiesen. Um mit scanf eine Variable einzulesen, muss man den Variablentyp und den variablennamen mitteilen. Das sieht so aus: scanf(“%i”, &variablenname); Mit %i haben wir scanf mitgeteilt das es sich um einen Integer (Ganzzahl) Variable handelt. Hier hätte auch %f für eine float-Variable oder %c für eine character-Variable stehen können. Mit &variablenname haben wir scanf() den Speicherort für die Daten mitgeteilt. Als Variablennamen können Sie fast alles schreiben solange es keine reservierten Worte der Sprache C sind oder Sonderzeichen wie Ü Ä usw. enthält. Ausserdem dürfen am Anfang des Variablennamens keine zahlen stehen. 2haus ist verboten haus2 wäre dagegen erlaubt. Auch mein2haus ist OK. Wenn Sie sich stundenlange Fehlersuche wegen eines nicht erlaubten Variablennamens ersparen möchten, dann empfiehlt es sich einen Anfang für Variablennamen auszudenken. z.B. “mein” Sie nennen ihre Variablen dann einfach meinHaus, meinAuto, meinKonto usw.

3. Variablen ausgeben mit printf()

printf() kann nicht nur vorgefertigten Text ausgeben, sondern auch den Inhalt von Variablen. Auch printf() möchte wissen um was für einen Variablentyp es sich handelt und auf welchen Namen die Variable hört. Die Schreibweise ist fast(!) genauso wie bei scanf(). Hier ein Beispiel:                      print(“Das Ergebnis der Berechnung ist: %i”, variablenname); Man beachte das fehlende &-Zeichen vor variablenname ! Das Vergessen des &-Zeichens bei scanf() oder das Verwenden desselben bei printf() sind SEHR beliebte Fehler die sich auch nach Jahren Programmiererfahrung noch gerne mal einschleichen ! Ansonsten gilt das gleiche Prinzip wie bei scanf(). %i steht für Integer und variablenname erklärt sich von selbst !.

Jetzt kommen wir aber endlich zu unserem heutigen Beispielprogramm. Wir schreiben ein Programm das für uns zwei zahlen addiert:

#include <stdio.h>

int main()
{
 int summand1,summand2,ergebnis;

 printf("\n\n\tEin kleines Rechenprogramm\n\n");
 printf("Bitte geben Sie den ersten Summanden ein:");
 scanf("%i", &summand1);
 printf("Bitte geben Sie den zweiten Summanden ein:");
 scanf("%i", &summand2);
 
 
 ergebnis = summand1 + summand2;
 
 printf("\n\nDas Ergebnis der Addition lautet: %i", ergebnis);

 return 0;
}
 

Hausaufgabe:

Spielen Sie doch ein bischen mit dem heute gelernten herum. Schreiben Sie z.B. ein Programm das subtrahiert, multipliziert, dividiert oder alles auf einmal ! Beim dividieren und multiplizieren müssen Sie die Variablen als Fließkommazahlen deklarieren, weil dabei natürlich nicht immer gerade Zahlen herauskommen. Das sieht so aus:

float summand1,summand2,ergebnis; oder

int summand1,summand2;

float ergebnis;

Die Berechnung könnte dann so aussehen:

ergebnis = summand1 * summand2;  

Bei der Ausgabe zu beachten %f statt %i !

Beachten Sie auch daß der Computer bei Fließkommazahlen einen Punkt anstelle eines Kommas erwartet. Währen wir zweieinhalb gewohnheitsmässig als 2,5 schreiben würden, erwartet der Rechner von uns das wir 2.5 eingeben.

So das war erst mal eine kleine Einführung in die C-Programmierung auf dem Amiga. Ich werde diese Seite in den nächsten Wochen weiter ausbauen und diesen Kurs weiterführen. Wenn ihnen diese Seite gefällt oder auch nicht oder wenn sie Fragen oder Verbesserungsvorschläge haben, dann schreiben Sie mir doch bitte eine MAIL Heinz-Raphael.Reinke@T-Online.de , dann kann ich sehen ob sich überhaupt jemand für diesen Kurs interessiert und ob es sich lohnt weiterzumachen. Wenn Sie bis zum Nächsten Kapitel des Kurses nicht warten können, dann gehen Sie doch mal auf WWW.PRONIX.de Das ist zwar keine Amiga-Seite, aber im Bereich der Konsolen Programme gibt es in C Praktisch keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Plattformen.

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